Trotz vieler Handicaps auch gute Ergebnisse bei den Landesmeisterschaften im Gerätturnen

(tt) Wer stellt die besten Turnmannschaften in den Bereichen Jugend und Erwachsene und Kinder bis 13 Jahre im Land Brandenburg? Diese Frage stellte sich den 20 Teams im weiblichen Bereich bei den diesjährigen Landesmeisterschaften in Potsdam. Der Ausrichter, Turnbezirk Potsdam Mittelmark, präsentierte sich als sehr guter Gastgeber in der Gerätturnhalle am Luftschiffhafen in der Landeshauptstadt. Folgende Modalitäten ermöglichten das Startrecht: Eine Mannschaft durfte aus höchstens sechs Aktiven bestehen, vier davon am Gerät turnen und die besten drei Ergebnisse gingen in die Mannschaftswertung ein.Im Eberswalder Wettkampfkalender lag dieser Termin nicht besonders günstig, denn es konnten sich „nur“ sieben Starterinnen für diesen Event finden. So turnten im Bereich Jugend/Erwachsene Eskarina Leoni Metzdorf, Nina Müller und Yvonne Schemel, was bedeutete, dass es hier keinen Streichwert für die Drei gab. Am Boden und Sprung lief es auch sehr gut, aber am Zitterbalken gab es gleich je zwei Stürze bei Eskarina und Nina, wodurch schon einmal vier Punkte Abzug für die Mannschaft verbucht werden mussten.

Yvonne Schemel am Boden
Yvonne Schemel am Boden

Doch Yvonne Schemel, mit ihren fast 40 Lenzen die Turnälteste im Team, zeigte sich mit ihrer Tagesform zufrieden. An Boden, Stufenbarren und Schwebebalken steuerte sie die jeweilige Mannschaftsbestleistung bei. So wurde es letztendlich der 9. Platz im Gesamtfeld, aber man haderte nicht mit diesem Ergebnis und meinte: „Es war ein schöner Wettkampf, wir hatten viel Spaß und konnten auch viele Erfahrungen sammeln.“

 

 

Am Nachmittag, im 2. Durchgang, starteten dann die 10 Mannschaften der Mädchen ab 13 Jahre. Für die Waldstadt hatten sich hier Mila Heenemann, Miriam Ehlers, und die Zwillinge Mareen und Marissa Kain vorbereitet. Letztere lag aber mit hohem Fieber im Bett, so dass kurzfristig Anna Müller einspringen musste. Am 1. Gerät, dem Boden, gelang gleich ein guter Einstieg. Die mit Anmut und sehr guter Haltung vorgetragenen Übungen gaben den Kampfrichtern kaum Raum für Abzüge. Getragen von diesem tollen Start wartete man auch an Sprung und Stufenbarren mit guten Leistungen auf. Nach drei Stunden Wettkampf hieß es am Schwebebalken noch einmal allerhöchste Konzentration und Körperspannung aufzubieten. Doch leider mussten zwei Turnerinnen beim letzten Element vor dem Abgang das Gerät unfreiwillig verlassen. Die Trost spendenden Worte von Betreuer Ulf Reimann ließen das Debakel aber schnell vergessen und Mila Heenemann setzte mit einer schwierigen, nahezu perfekten Übung einen tollen Schlusspunkt auf die sehr gute Mannschaftsleistung. Insgesamt sprang für die ersatzgeschwächten Eberswalderinnen ein hervorragender sechster Platz heraus.

Die stolzen Teilnehmerinnen.
Die stolzen Teilnehmerinnen.

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